Freitag, 29. Februar 2008

Gold und Edelsteine

Es war viel los in den letzten paar Tagen (viel zu lernen für die Schule, Hochzeitskärtchen schreiben für eine Freundin, Friseur - ja ich habe eine neue Frisur :-)). Nun ist schon bald wieder Sabbat und ich möchte doch noch einen Gedanken aufschreiben, der mir während der Woche gekommen ist.


Es kommt ab und zu vor, dass ich das Bedürfnis habe Offenbarung 21 zu lesen. Speziell wenn ich viel zu tun habe oder mehr Platz zum Atmen brauche. Die Überschrift dieses Kapitels lautet: Das neue Jerusalem. Schon der Titel hat für mich eine eigene Dynamik. Etwas Neues, Unverbrauchtes, Unverdorbenes, das grosse Finale, eine neue, entgültige Heimat!


Und er führte mich hin im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die große Stadt, das heilige Jerusalem, herniederfahren aus dem Himmel von Gott, die hatte die Herrlichkeit Gottes. Und ihr Licht war gleich dem alleredelsten Stein, einem hellen Jaspis.


Während Johannes vom Engel in die neue, glänzende, überaus herrliche Stadt geführt wird, reise ich mit. Ich fühle mich dann wie ein Kind, das durch das Schlüsselloch den schön geschmückten Weihnachtsbaum anschauen darf. Eine neue Dimension eröffnet sich, das was um mich geschieht wird plötzlich klein und unwichtig.


Und der Bau ihrer Mauer war von Jaspis und die Stadt von lauterm Golde gleich dem reinen Glase.
Und die Grundsteine der Mauer um die Stadt waren geschmückt mit allerlei Edelgestein. Der erste Grund war ein Jaspis, der andere ein Saphir, der dritte ein Chalzedonier, der vierte ein Smaragd,
der fünfte ein Sardonix, der sechste ein Sarder, der siebente ein Chrysolith, der achte ein Berill, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwölfte ein Amethyst.

Und die zwölf Tore waren zwölf Perlen, und ein jeglich Tor war von einer Perle; und die Gassen der Stadt waren lauteres Gold wie ein durchscheinend Glas.

WOW!

Und ich sah keinen Tempel darin; denn der HERR, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, und das Lamm. Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, daß sie scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte ist das Lamm.

Jesus wird da sein! Mein Retter, mein Freund, mein engster Vertrauter, der, der mich durchgetragen hat und mich nie im Stich gelassen hat, wird für immer da sein. Und Gott mein Vater wird da sein, seine Herrlichkeit muss unvergleichlich sein! Was wird uns anderes übrig bleiben als auf die Knie zu fallen und "heilig, heilig, heilig" zu rufen?

Schaut euch dieses Youtube-Video an und lasst euch entführen, in die, uns erwartende, Wirklichkeit! I bowed on my knees and cried HOLY! von den Heritage Singers.



Ich wünsche euch einen gesegenten Sabbat, an dem ihr die Ruhe spezielle verspüren dürft.

Montag, 25. Februar 2008

Graubünden, Teil 2

Hier ein Foto vom Urlaub im Graubünden.

Donnerstag, 21. Februar 2008

Ein kurzes Hallo...

...aus der Berufsschule. Mein Mittagessen: Salat und Käsekuchen aus der Bäckerei - weil ich die Sandwiches nach 2.5 Jahren nicht mehr ausstehen kann...

Heute hat uns der Lehrer lang und breit über die Lehrabschlussprüfung instruiert und uns dringend ans Herz gelegt, dass wir das Lernen selber organisieren müssen. Logisch, eigentlich. Nur für einige aus der Klasse wohl nicht:-). Im Schulfach "Recht" haben wir uns mit dem Familienrecht beschäftigt und gelernt, dass sich Ehegatten rechtlich verpflichtet sind einander Treue und Beistand zu leisten. Eindrücklich, was? Zu dem haben wir uns das Konkubinat angeschaut. Jeder, der nicht weiss, dass Gott die Ehe geschaffen hat um die wunderbare Beziehung zwischen Gott und seiner Gemeinde zu repräsentieren und als Suvenier aus dem Paradies mitgegeben hat, für den muss die Ehe wirklich "als gesellschaftliche Institution" aussehen, wo man sich fragen muss, warum eigentlich?

Ich persönlich, stelle mir eine eheliche Gemeinschaft nicht einfach aber als etwas sehr Bereicherndes vor, etwas, das Gott als Plan für die Menschen gesehen hat. Einen Rahmen, in dem jeder ein zu Hause finden kann und wo man sich jeden Tag für die Liebe und Freundschaft zu einem Menschen entscheidet, wo man Respekt und Demut lernen kann. Sich in guten und schlechten Zeiten lieben zu dürfen muss wunderbar sein. Wie schade, hat sie nicht mehr den Stellenwert, der ihr eigentlich gehören würde. Deshalb ist es um so wichtiger, sich seinen Partner bewusst und unter Gebet auszusuchen und sich darauf vorzubereiten.

Dies sind einige Gedanken, die mir während der Schulstunden durch den Kopf gegangen sind.



P.S. Fotos vom Snowboard-Urlaub werden kommen, sobald ich sie kriege. Sie sitzen noch im Handy meines Kollegen.

Dienstag, 19. Februar 2008

Schnee, Sonne, Graubünden

Die letzten zwei Tage verbrachte ich in Davos auf dem Snowboard. Ich brauche euch wohl nicht zu sagen, dass es einfach GENIAL war. Ich hatte schon lange nicht mehr so viel Sonne im Gesicht gehabt, so viel Schnee gesehen und so viel gelacht. Mit meiner Schwester und zwei Freunden aus der Gemeinde sind wir die breiten, schön präparierten Pisten runtergekurvt und abends todmüde ins Bett gefallen.
Es hat gut getan!

Be blessed!

Mittwoch, 13. Februar 2008

Der Herr segne dich

Heute möchte ich gerne einen Segen mit euch teilen, der während eines Gottesdienstes vorgelesen wurde. Er hat mir sehr gefallen und er drückt all das aus um was ich Gott wirklich bitte und was ich euch von ganzem Herzen wünsche. Möge der Herr euch immer nahe sein und euch mit seiner tiefen Liebe erfüllen.


Der Herr segne dich und erfülle Dich mit seiner Liebe.

Er erfülle dich mit Geduld, Liebe und Güte,
Demut und Barmherzigkeit, auf dass du fähig wirst,
mit deinen und den Fehlern anderer zu leben,
dich selbst und andere anzunehmen als Geschöpf,
dass von Gott geliebt wird.

Der Herr schenke Dir ein warmes und fröhliches Herz,
einen klaren Verstand mit guten Gedanken.
Der Herr schenke Dir einen wachen Sinn, Neues zu entdecken,
und das Alte so zu bewahren, dass es nicht fade wird.

Der Herr schenke Dir leuchtende und lachende Augen,
offene Ohren die auch leise Stimmen vernehmen.
Eine feine Nase die auch den Atem des Lebens spürt.
Einen lachenden Mund, starke Arme die Halt bieten.

Zärtliche Hände die Geborgenheit vermitteln.
Kräftige Füsse die auch weite Wege gehen können!

Der Herr sei alle Zeit um dich herum,
schenke dir Freude in Fülle,
Mut für jeden neuen Tag und Kraft in schweren Zeiten.

So segne er euch alle und bleibe alle Zeit bei euch,
der liebende und barmherzige Gott,
der Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Amen

Dienstag, 12. Februar 2008

Eine Bagger-Geschichte

Also ich arbeite ja wirklich dort wo Fuchs und Hase einander "Gute Nacht" sagen. Vor meinem Fenster erstreckt sich eine grosse Fläche Landwirtschaftszone und mitten hindruch geht ein Graben, der das Wasser des kleinen Sees regulieren soll. Gestern fuhr ein grosser, schwerer, gelber Bagger auf, denn der Graben sollte dringend wieder mal entrümpelt werden. Da kommt ja richtig Action-Gefühl auf! Doch es kam noch besser... Heute früh, ich konzentrierte mich gerade auf den Buchhaltungs-Jahresabschluss, ragte aus dem Graben eine hilflose Schaufel. Ich dachte mir, aha, was haben sie denn da für eine Maschine gebracht? Achtete mich aber nicht weiter. Gerade als ich bei meinem Chef im Büro stand, bemerkte auch er das Ding, reagierte aber ganz anders. "Du, was ist da los? Der Bagger ist in den Graben gefallen! Da muss man Hilfe holen, vielleicht steckt der Führer noch drin!" Ui, stimmt... Innerlich schalt ich mich für meine Unachtsamkeit.
Mein anderer Chef telefonierte mit dem Bauern und rannte dann übers Feld zum Unglücksort. Bedeutet uns aber bald, dass nichts Schlimmes passiert sei. Er sprach mit dem Führer, der rausgeklettert war und zum Bauernhof zurückgegangen war. Seine Knie hätten schön gezittert, erzählte er, die Kabine wurde nicht zerquetscht, es legte ihn einfach flach in den Graben. Die letzten zwei Stunden war nun ein anderer Bagger damit beschäftigt, ihn auszugraben und aufzustellen. Vor 2 Minuten ist er nun alleine wieder aus dem Graben gekrochen. Hat geprustet und sich geschüttelt... naja jedenfalls hätte man es sich gut so vorstellen können.

So ein Bagger in einem Graben sieht schön bemitleidenswert aus... Er kann sehr vieles tun, aber sobald er mal auf der Seite liegt ist es aus mit seiner Herrlichkeit.
Soviel zu meiner Action-Geschichte aus dem Kaff.

Donnerstag, 7. Februar 2008


"Durch Weisheit wird ein Haus gebaut, und durch Verstand wird es befestigt; und durch Erkenntnis füllen sich die Kammern mit allerlei kostbaren und angenehmen Gütern."

Sprüche 24, 3 und 4




Meine Wohnung - mein Zuhause, Teil 4; Dort wo die Gnade lebt


Eine Leserin meines Blogs wünschte sich diesen Text auf Deutsch. Ich habe ihn sehr gerne für sie übersetzt und denke, dass er sehr gut in meine kleine Serie "Meine Wohnung - mein Zuhause" passt. Hier ist also der wunderbare Text über die Gnade im Heim.


Wie man erkennt, wo die Gnade lebt

Alle Nachbarskinder kommen gerne ins Haus wo Gnade lebt.


Wo Gnade lebt ist immer ein bisschen mehr… einer mehr für das Abendessen…einer mehr zum Übernachten… eine Umarmung mehr… ein Kuss mehr.

Dort wo die Gnade lebt, kannst du die Leute tanzen sehen.

Du kannst Dinge hören wie: „Bitte vergib mir, ich war im Unrecht… du bist mir wertvoll..“

Dort wo die Gnade lebt leuchten die Augen der Kinder vor Freude und Erwartung. Sie wurden nicht verletzt durch unmögliche Erwartungen. Sie wurden nicht in die Distanz getrieben durch Zurückweisung. Sie wurden umarmt, akzeptiert und geliebt.

Die Mütter in den Häusern, wo Gnade lebt sind einfach normale, jeden-Tag-Mütter, aber Gott lebt in ihnen. Durch seine Kraft werden sie heiligt, gerecht und gut. Sie stolpern und erholen sich schnell. Sie machen Fehler aber sie sagen: „Es tut mir leid.“ Die Winde der Herzensschmerzen und des Trübsals blasen um sie aber ihre Herzen bleiben stets liebevoll an Gott.

Mittwoch, 6. Februar 2008

Tie them around your neck!

Gestern früh las ich in der Bibel in den Sprüchen Salomos. Ich bin immer wieder fasziniert, wie eindringlich hier der Vater mit dem Kind spricht. Voller Liebe und Hingabe. Weisheit! Eine erhabene, göttlich Eigenschaft an der mir so oft mangelt. Wie gern will ich eine weise Frau in den Augen Gottes werden!


Ich habe den Text in Englisch zitiert, weil er mir in dieser Sprache noch viel besser gefällt und finde, er sagt viel mehr aus als im Deutschen. Doch weil nicht jeder Englisch versteht, steht er auch in Deutsch untendran.


My child, never forget the things I have taught you.
Store my commands in your heart.
If you do this, you will live many years, and your life will be satisfying.
Never let loyalty and kindness leave you!
Tie them around your neck as a reminder.
Write them deep within your heart.
Then you will find favor with both God and people, and you will earn a good reputation.
Trust in the Lord with all your heart; do not depend on your own understanding.
Seek his will in all you do, and he will show you which path to take.

Don’t be impressed with your own wisdom.

Instead, fear the Lord and turn away from evil.
Then you will have healing for your body and strength for your bones.


Mein Sohn, meine Weisung vergiß nicht, und dein Herz bewahre meine Gebote!

Denn Länge der Tage und Jahre des Lebens und Frieden mehren sie dir.

Gnade und Treue sollen dich nicht verlassen. Binde sie um deinen Hals, schreibe sie auf deines Herzens Tafel!

Und finde Gunst und feine Klugheit in den Augen Gottes und der Menschen!

Vertraue auf den HERRN mit deinem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand!

Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn, dann ebnet er selbst deine Pfade!

Sei nicht weise in deinen Augen, fürchte den HERRN und weiche vom Bösen!

Das ist Heilung für deinen Leib, Labsal für deine Gebeine.

Sprüche 3, 1-8


So viele gute Ratschläge! Vertraue dem Herrn, bewahre seine Gebote in deinem Herzen. Alles dies wird uns gesagt, damit wir gut leben und Heilung für Körper und Geist erfahren können. Welch ein liebender Vater!

Dienstag, 5. Februar 2008

Lustiger Morgen

Es gibt so Tage... Heute früh hatte ich überschüssige Zeit und wollte sie nutzen um meine Bettwäsche abzuziehen und das Duvet zu lüften. Ich öffnete das Fenster und schwang das Duvet in die frische Morgenluft. Leider war im Duvet ein Kissen eingerollte... dieses lag nun auf dem nassen Boden im Kellergraben. Ich kletterte aus dem Fenster, dem Kissen hinterher. Morgensport soll ja bekanntlich gesund sein:-). Ich sags euch, ich bin richtig begabt im Klettern... Im Bahnhof dann, wollte ich mir eine heisse Schokolade holen. Voller Schreck merkte ich an der Theke, das mein Rucksack offen war. Gott sei dank, war das Portemonnaie noch drin. Ich zahlte für die Take-away-Schokomilch und ging aus dem Laden. Draussen bemerkte ich, dass ich doch eigentlich eine heisse Schokolade wollte, sie aber nicht in den Händen hatte...!! Also ging ich wieder rein und erklärte dem verwirrten Verkäufer, dass ich sie fast vergässen hätte. Oh mann, was für ein Tag wird das wohl werden, dachte ich mir im Zug mit einiger Belustigung. Zur allgemeinen Beruhigung: Bis jetzt läuft alles gut.

Freitag, 1. Februar 2008

Glücksmomente

Zu Weihnachten habe ich mir von den Eltern neue Wanderschuhe gewünscht. Doch wie das manchmal so ist, wir fanden keine Zeit um welche zu kaufen und so lag dann unter dem Weihnachtsbaum ein Briefumschlag mit Geld. Gestern abend war, wie immer, Abendverkauf, ich hatte nichts Besonderes vor (oh Wunder!). Ich packte das Privileg beim Schopf und schlenderte gemütlich ins Stadtgetümmel. Im ersten Geschäft (Schneider in Bern - sehr empfehlenswert für Wanderschuhe!) wurde ich sehr zuvorkommend und kompetent beraten und hatte auch schon fast meine Wahl getroffen. Man soll ja so wichtige Entscheidungen nicht vorschnell treffen und deshalb verliess ich den Laden ohne Schuhe und mit weiteren Geschäften im Kopf, die ich abklappern wollte. Die Altstadt von Bern ist und bleibt was Besonderes. Die kalte Luft spielte in meinen Haaren, um mich herum ein buntes Treiben. Und plötzlich war es da. Ein tiefes Glücksgefühl. Man kann es nur schwer beschreiben. Zufriedenheit, Frieden, Freude, Dankebarkeit für all das Gute was ich von Gott empfangen durfte, man weiss aber nicht warum es JETZT gerade gekommen ist. Kennt ihr das auch? In solchen Momenten passiert es mir meistens, dass ich beginne ein Lied zu summen und denke: Das Leben ist herrlich!

Eigentlich wollte ich meinen gemütlichen Stadtbummel mit einer Pizza aus der Markthalle beenden, merkte aber das ich nur noch einige Rappen im Portemonnaie hatte... damit kann der Pizzabäcker wohl nicht viel anfangen. So ass ich halt die Resten aus dem Kühlschrank und auch das war ein schöner Schluss eines nächtlichen Ausflugs.