Sonntag, 20. Juni 2010

Trotzdem


"Doch auch wenn die Feigenbäume noch keine Blüten trage und die Weinstöcke noch keine Trauben, obwohl die Olivenernte spärlich ausfällt und auf unseren Kornfeldern kein Getreide wächst, ja selbst wenn die Schafhürden und Viehställe leer stehen, ich will mich trotzdem über meinen HERRN freuen und will jubeln. Denn Gott ist mein Heil! Der HERR, der Allmächtige, ist meine Kraft! Mit ihm kann ich so sicher wie eine Gazelle über die Felsen springen und wohlbehalten die Berge überqueren."
Habakuk 3, 17 - 19
AMEN
Ich möchte euch die nächsten drei Wochen gerne über diesen Blog auf dem Laufenden halten, was in Afrika passiert. Ich befürchte aber, dass die Internetverbindung nicht oder sehr schlecht vorhanden ist. Gott möge euch beschützen!
Be blessed!
P.S. Das Bild stammt von der heutigen Wanderung ins Gantrischgebiet.

Montag, 7. Juni 2010

Afrika und Umzug

Zwei grosse Ereignisse liegen vor mir. Wer mich kennt weiss, dass ich Veränderungen und Aufbrüche in grosse unbekannte Sphären nicht besonders gerne mag. Doch Gott hat bis hierher alles gut geführt und ich gehe an seiner Hand weiter, wie das Mädchen, dass ich am Sabbat auf den Armen getragen habe und von dieser sicheren Höhe und mit dem Halt seine Hand gerne ins grosse, volle Schwimmbecken getaucht hat, um das Wasser zu geniessen.

In gut zwei Wochen fliege ich für drei Wochen nach Äthiopien. Warum freue ich mich dorthin zu gehen, frage ich mich ab und zu! Ich handle nicht gerne, ich mag es nicht, wenn wildfremde Männer mich fragen, ob ich sie heiraten möchte, ich fürchte mich vor Durchfall und andere unartigen Biester, die sich in den Innereien ausleben könnten, ich mag es nicht, wenn ich die "Reiche" bin und soviel Armut herrscht und ich doch nicht allen helfen kann. Es gibt aber eine Freude die überwiegt. Die Vorfreude auf die Kinder im ADRA-Kinderdorf. Auf ihr Gelächter und die leuchtenden Augen, auf die Möglichkeit vielleicht eine neue Seite an mir zu entdecken. Ich freue mich auf die afrikanische Uhr, auf die äthiopischen Berge, auf ein Land, das die Bibel oft erwähnt.

Das andere GROSSE Schwimmbecken ist der baldige Umzug. Ich hättes selbst nicht für möglich gehalten, dass ich es jemals wieder freiwillig tun würde. Es hat viele Tränen und schlaflose Stunden gekostet. Und schlussendlich hat mich Jesus zärtlich berührt und gesagt, dass er immer immer immer an meiner Seite ist und auch den Umzug mitmacht. Wo wird es mir jemals nicht gefallen, wo Jesus dabei ist? Ich darf mit einer lieben Kollegin eine WG eröffnen. Nicht mehr alleine wohnen! Wir werden zusammen kreativ sein und viel Spass haben und hoffentlich ein Segen für viele sein. Als ich zu Gott gesagt habe, dass ich mit seiner Hilfe umziehen werde, habe ich mir die Frechheit rausgenommen und ein paar bescheidene Wünsche geäussert: Ein Balkon, zwei Badezimmer und ein Cheminee im Wohnzimmer. Wir haben GANZ GENAU das bekommen! Es war die allererste Wohnung, die wir angeschaut haben und das erste was wir sahen, als wir reinkamen war eine Bibel auf dem Küchentisch. Das Ehepaar hat uns schlussendlich gesagt, dass sie gebetet haben, dass Christen in diese Wohnung einziehen werden. Voila - da waren wir. Und ich hatte ALLE meine Wünsche erfüllt bekommen - ist das nicht einfach WOW?! Ich bin richtig richtig dankbar! Am nächsten Tag hatten wir die Wohnung. Zack bum.

Ich glaube, sicherer als auf Gottes Armen kann man sich nicht fühlen. Ich tauche meine Hände gerne in das riesen grosse Lebens-Schwimmbecken. Denn nichts kann mich von seiner Liebe trennen. Nichts.