Morgen Nachmittag ist meine letzte Schicht im Kinderspital von Brasov. Es gibt einige Kinder, die ich während den ganzen zwei Wochen betreut habe und es gibt Kinder, die ich nur etwas zwei Tag gesehen habe und die bereits wieder zu Hause sind. Ich versuche Schlüsse zu ziehen aus der wertvollen Zeit hier, doch schlussendlich muss ich einsehen: Jedes kleine Geschöpfchen, jedes Leben, dem ich hier begegnet bin ist ganz individuell und unantastbar. Das ich die Möglichkeit erhalten habe, im Leben dieser Kinder ein Spur zu hinterlassen, ihnen ins Gesichtchen schauen durfte und ihr Lächeln empfangen durfte, ist nicht etwas, dass auf mein "Konto" zu verbuchen ist. Nein, es macht mich unendlich demütig und zeigt mir, nicht ich bin der Held sondern sie! Die vielen Menschlein, die sich tapfer und mutig den Weg ins Leben bahnen, die trotz wunden Popos, triefender Nase, Mamas, die nicht zu Besuch kommen, Schwestern, die einem gnadenlos Spritzen unter die Haut jagen und einsamen Nächten nie die Lebensfreude, das Vertrauen und die Offenheit für ein Lächeln verlieren.
Mit neuem Mut das Leben zu lieben, werde ich nach Hause zurückkehren. Im Herzen das Lächeln und die Freude derer, die am wenigsten zu Lachen haben.











