Donnerstag, 26. Februar 2009

Mangelware

Hallo meine lieben Leser
Ein grosses Sorry für die lange Stille... Der neue Job fordert mich sehr stark... vorallem meine Zeit. Doch Gott hat jeden Tag wieder Überraschungen für mich parat und ich brauche ihn mehr als je zuvor um die Herausforderung, mit Patienten und Team zusammenzuarbeiten, zu meistern. Jeder Tag bringt neue Freuden und Schwierigkeiten. Es gibt Momente, da sitze ich vor dem vollen Terminbuch und am Telefon ist jemand der dringend einen Termin haben sollte, da bete ich zu dem, der Wunder tun kann und im rechten Moment Weisheit gibt. Es gibt Tage, da zupft jeder Telefonanruf (das Klingeln....) an den Nerven. Einfach weil es STÄNDIG klingelt und weil man zu absolut gar nichts kommt. Ich habe mir vorgenommen und auch schon ausprobiert, mit erstaundlichem Erfolg, wenn das Knurren und Zähneblecken gegenüber dem Telefon innerlich aufsteigt einfach Gott gegenüber ein DANKE auszusprechen. Man soll für alles Danke sagen, hat er gesagt. Ich nehme ihn beim Wort. Es im Alltag real auszuprobieren ist ein Abenteuer.

Die vergangene Jugendgebetswoche wäre auch ein langer Post wert. Ich muss Gott einfach ein riesiges "Entschuldigung-für-meine-Zweifel-und-danke-für-alles" aussprechen. Gott hat sich als liebender und suveräner Gott gezeigt, der unsere Gemeinde-Familie zusammen hat wachsen lassen.

Und jetzt noch was ganz Persönliches für meine engen Freunde, die dies hier lesen: Entschuldigt meine Nachlässigkeit im Pflegen unserer Freundschaft... Die Gewöhnungszeit an den neuen Alltag braucht Kraft und Zeit - mehr als ich dachte. Aber ihr seid alle tief in meinem Herzen und sicher, ganz sicher nicht vergessen!!! Schön, dass es euch gibt!!!

Be blessed!

Herrlich geschaffen


Du hast alles in mir geschaffen und hast mich im Leib meiner Mutter geformt. Ich danke dir, dass du mich so herrlich und ausgezeichnet gemacht hast! Wunderbar sind deine Werke, das weiss ich wohl. Du hast zugesehn, wie ich im Verborgenen gestaltet wurde, wie ich gebildet wurde im Dunkel des Mutterleibes. Du hast mich gesehen , bevor ich geboren war. Jeder Tag meines Lebens war in deinem Buch geschrieben. Jeder Augenblick stand fest, noch bevor der erste Tag begann. Wie kostbar sind deine Gedanken über mich, Gott!

Dienstag, 10. Februar 2009

Zwischen Apfelschnitzli und Buchungssatz


Die Tage fliegen dahin... Heute war ich beim Treuhänder und er hat mich in das Buchhaltungsprogramm "Abacus" eingeführt. Nun werde ich dieses in der Praxis installieren und von jetzt an selber die Buchungen "eintöggele". Für irgendwas hat man ja das KV:). Mein nächstes Projekt ist die Vereinheitlichung der Drucksachen für unsere Praxis und die Vereinfachung des Schulzahnpflegesystems. Excel - I love you. Doch das Leben besteht nicht nur aus Beruf.

Am Sonntag habe ich meinen lieben Freunden im Ort einen Apfelkuchen gebacken, da sie grade aus dem Urlaub zurückgekommen sind. Wer will denn gleich nach dem Urlaub wieder an den Herd stehen. Am Nachmittag habe ich meine Cousine seit langem wieder einmal besucht. Sie hat seit dem 1.1. gemeinsam mit ihrem Mann den Hof der Eltern übernommen und ist nun waschechte Emmentaler Bauersfrau. Sie hat 2 kleine Mädchen und geht in ihrer Arbeit als Landfrau auf. Wir haben Raclett gegessen, haben Fotos geschaut, waren spazieren, haben den Hof begutachtet und Äpfel gerüstet für die bekannten getrockneten "Öpfuschnitzli". Und natürlich haben wir geplaudert, geplaudert, geplaudert. Das Leben auf einem Bauernhof gehört seit jeher zu etwas äusserst Faszinierendem für mich. Zuhause arbeiten, die Kombination zwischen draussen und drinnen, die körperliche Anstrengung und das Leben leben wie es das Leben fordert. Wenn ich meine kleine Coucousine betrachte, wie sie eifrig mithilfe, die Kühe zu füttern und Äpfelschnitzli zu machen, gibt es fast nichts schöneres was ich mir für ein Kind vorstellen könnte. Mit Vater und Mutter den Tag durchleben und Teil des Ganzen zu sein.

Gerade heute Abend wurde auf DRS1 eine Diskussionsrunde gesendet über "Rabenmutter oder Supermami". Frauen die 100% arbeiten und daneben 2 oder 3 Kinder haben und Frauen die vollezeitlich daheim sind und die Kinderjahre ihrer Kleinen gestalten und geniessen. Personen aus jeder Situation kamen zu Wort. Auffallend war, dass die Mütter, die arbeiten gehen, trotz allen Versuchen, das Recht der Frau "etwas für sich selber" tun zu können verteitigten, doch davon sprachen, dass "das Zuhause-bleiben" das Ideal wäre. Ihr könnt es auf drs.ch nachhören.

Ich muss euch mal von der Bekannten (die mittlerweile eine liebe Freundin geworden ist) hier im Ort erzählen und wie sie es handhabt. Aber das ein andermal.

Be blessed.

Dienstag, 3. Februar 2009

Weisse Klamotten

Hallo zusammen
Ich bin wieder Dentalassistentin. Doch diesmal eine Kaufmännisierte. Meine Gehirnströme haben sich verändert - merk ich. Ich denke anders. Kaufmännischer eben. Mein alter/neuer Chef hat zugenommen, hab ich gemerkt und ich auch. Ich bin nicht mehr in meine alten weissen Kleider reingekommen. Habe mir schöne neue bestellt und es macht das Arbeiten gleich doppelt so schön, wenn man hübsch dabei ist. Probierts mal aus! Also ich will nicht sagen, dass ich mich vorher schäbig angezogen habe für die Arbeit, es ist nur, wenn man in einem medizinischen Beruf arbeitet denkt man gleich an öde weisse Säcke, die sich die Personen überstülpen müssen. Zum guten Glück ist das nicht mehr so. Die Berufskleiderkataloge (die zurzeit erschreckend oft im Briefkasten liegen - ahnten die was??), sind voll von netten Klamotten.

Mein Chef hat mich dann auch gleich hinter den Computer versenkt und ich habe mich in die Rechnung vertieft. Und heute wandte ich mich den Knacknüssen zu. So nennen wir die komplizierten Fälle, die einen sicher viel Zeit kosten. Gott sei Dank, habe ich sie mit viel Energie, Wasser und Konzentration hinter mich gebracht. Ich bin ja gespannt was der Chef morgen zu meiner Tüftelei sagen wird... Da muss ich auch gleich ein herzliches Dankeschön an meine schwangere Kollegin ausdrücken. Sie hält mir bis jetzt noch die Telefone und Patienten vom Leib. So habe ich schön Zeit. Ich mache mir da aber null Illusionen - diese schöne Zeit wird bald vorbei sein. Dann wird man eine Krankengeschichte öffnen, das Problem begriffen haben und schon klingelt das Telefon. Ein Patient sagt einen stündigen Termin ab. Am nächsten Tag um 8.00 Uhr. Da muss man natürlich jemand suchen, der morgen um 8.00 Uhr zum Zahnarzt kommen will. Ist nicht so schwer wie ihr denkt, aber es kostet Zeit. Ist das erledigt und haben nebenbei noch 3 andere Patienten einen Termin in einem völlig ausgebuchten Buch bekommen wendet man sich wieder dem Problemfall zu. Wie war das nochmal? Man beginnt wieder zu lesen... Das Telefon klingelt! Ich nehms ab und denke: Sei nett zu den Patienten! Stell dir vor du hast einen Spiegel vor dem Gesicht! Lächle! Die Patienten merken das! (So hat uns das die Berufsschullehrerin erklärt...). Ein Notfall! "Waren Sie schon mal bei uns? Ja? Einen Moment, ich werde die Krankengeschichte raussuchen." Suchen ist das Stichwort... WO ist diese KG? Wollt ihr wirklich weiterlesen?

Ich liebe meinen Beruf!

Be blessed!