
Bald ist wieder Sabbat. Ich bin froh darüber. Jedoch habe ich auch ein trauriges Gefühlt, denn heute musste meine Freundin aus England abreisen. Wir haben viel gesehen, viel geschwatzt und nicht allzu viel geschlafen. Kommt dazu, dass ich jeden Abend nach Aarau fuhr und am Donnerstag zur Schule. Also man kann sagen, ich bin ziemlich geschafft.
Langsam kehrt nun nach den Philippinen, der Freiwilligenwoche und dem Besuch wieder Ruhe und Normalität in meinen Alltag ein. Doch was ist schon Ruhe und Normalität? Mag ich das überhaupt? Ich glaube ich mag eine gute Mischung. Einfach so, dass einem nicht die Zeit zwischen den Fingern davonläuft und die Uhr das Leben diktiert. Es gibt nicht Schöneres, als Zeit zu haben, sich hinzusetzten, ein Buch zu lesen, Zeit zu haben die Bibel zu lesen und auch die Zeit zu haben darüber nachzudenken und zu beten. Ich kann nicht glaube, dass mir dazu oft die Zeit fehlt. Wäre es doch das Wichtigste. "Man muss sich Zeit nehmen" ist so schnell gesagt...
Wenn man um halb 6 aufstehen muss, auf den Zug, arbeiten und dann heimkommen und dann sollte man was einkaufen, essen, abwaschen, aufräumen, Wäsche waschen, staubsaugen, Aufgaben machen, lernen und schon ist wieder allerhöchste Zeit ins Bett zu gehen, denn sonst fängt der nächste Tag müde an. Wo bleibt noch Zeit für mich und meinen Erlöser? Ich bin sehr froh, dass Er mich durch dieses strenge letzt Jahr der Ausbildung trägt und zu mir schaut.
Ich freue mich, wenn ich, so Gott will, einmal Hausfrau sein darf, ein Heim für eine Familie gestalten darf, eine Insel in der hektischen Zeit.
Ich wünsche allen einen gesegneten, ruhigen Sabbat.