Montag, 27. Juli 2009

Donnerstag, 9. Juli 2009

Blick in den Kleiderkasten


Kennst du das auch? Du machst den Kleiderschrank auf und du denkst: Das kann ich nicht mehr anziehen und das auch nicht und das sieht verwaschen aus und das ist wohl aus meiner Pubertätszeit...

Mein Kleiderschrank sah bis gestern aus, als wäre er immer noch in der Übergangsphase von Teenager zu erwachsener Frau. Es gibt ja soviele schöne Einzelstücke... ich zwar keine Ahnung zu was ich das kombinieren könnte aber sie sind schön... emotional überzeugendes Argument aber für die Öffentlichkeit nicht brauchbar. Das bemerkt man spätestens, wenn man zu einer Sitzung, einem Geschäftsessen oder für ein spezielles Treffen eingeladen ist. Man merkt, nun ist man erwachsen. Nun ist das Mädchen von damals gegangen. Eine Frau steht vor dem Schrank. Zeit zu handeln.


Ich habe, Gott sei Dank, eine weise und gottesfürchtige Mutter, die zu dem auch modisch versiert ist (könnte einer jungen Frau was besseres passieren?).


Ihr Rat: Kauf dir nur noch Kombinationen! Keine Einzelstücke! Nicht zu eng. Nicht zu tief ausgeschnitten. Schau erst welche Farben dir stehen. Sei mutig.


Das Abenteuer begann, als ich eines Tages im Winter in einem meiner Lieblingsgeschäfte stand und fast verzweifelt die Verkäuferin bat: Ich suche etwas Schönes (arme Verkäuferin...). Ich suche was mit Stil, feminin und passend in Farben.


Die Verkäuferin war erste Klasse. Sie zeigte mir zwei drei Sachen und erkannte wohl an meinem Blick, dass ich es unmöglich am Kleiderbügel beurteilen könne. Sie schickte mich in die Kabine und brachte mir verschiedene Sachen. Ich dachte mir: Jetzt probierst du einfach... sei mutig. Ich denke heute noch mit einem warmen Gefühl an diese Verkäuferin. In einer Stunde hatte ich verschieden variierbare Kleidungsstücke und ich wusste, ich konnte mich anziehen und bin nun die erwachsene Frau.


Vor 2 Tagen ging ich in das selbe Geschäft mit der Bitte um Sommerkleider. (Stellt euch vor... ich war fast zu spät... der Herbst ist da...). Die Dame brachte das Kunststück fertig und in einer dreiviertel Stunde (!) war ich eingekleidet für den Sommer.

Kleiner Tipp: Man sollte auf diesen Einkaufsausflug hinsparen. Es lohnt sich jedoch, denn den restlichen Sommer über ist man die Kleiderkauferei los.

Gestern abend kam nun meine liebe Mutter und gemeinsam haben wir meinen gesamten Kasten von unten bis oben ausgeräumt und alles rausgenommen was nicht mehr tragbar ist (sei es verwaschen oder einfach nicht mehr passend). Ich muss gestehen: Mein Kleiderschrank ist jetzt um einiges geräumiger.
Hier noch ein Geheimnis:


Die Schönheit in Stil,
Harmonie, Anmut und Rhythmus
beruht auf Einfachheit.
Platon
Grafik: Allposter.com

Mittwoch, 1. Juli 2009

Holprige Wege

"Just because the path is bumpy, doesn't mean you're on the wrong road." (Nur weil die Strasse holprig ist, heisst das nicht, dass du auf dem falschen Weg bist)

Dieser Satz, den ich auf einem meiner Lieblingsblogs gefunden habe, hat mich sehr berührt und spricht direkt in meine Situation. Zeitmangel und Unsicherheiten, was ich im Leben will, machen meine Strasse zurzeit holprig und oft frage ich mich, ob ich auf der falschen Strasse fahre. Die Unsicherheit wird um so grösser, als ich eigentlich bis jetzt Gottes Führung erkennen konnte. Habe ich mich geirrt? Bin ich meinen Wünschen, statt Gottes nachgelaufen? Hab ich Gottes Wille falsch interpretiert?


Doch immer wieder spricht eine leise Stimme zu mir: "Ich bin treu, ich bin da." Und wer sagt denn, dass die die Steine im Weg bedeuten, dass ich auf dem falschen Weg bin? Ist der richtige Weg immer eine Autobahn? Richtige Wege haben auch Kurven, weshalb man auch nicht immer sieht wie es weitergeht.


Ich halte fest an Gottes liebevollen Zusagen. Er kann nicht lügen, er kann seine Versprechen nicht brechen. Daran halte ich fest, umso mehr, je holpriger es wird.