Freitag, 25. April 2008

Wo ich war und wo ich sein werde

Hallo zusammen

Huch, wie schnell doch die Zeit vergeht. Ja, mich gibts noch. Nein, ich mag meinen Blog wirklich noch. Ja, ich bin ziemlich viel beschäftigt.


Vorgestern bin ich von einem 3-tägigen Praktikum im Verlag zurückgekommen. Im Berner Oberland zu arbeiten ist eine wahre Wonne! Der dortige Buchhalter hat mich ins "Geheimnis" der Finanzen eingeführt und dies mit viel Humor und einer Engelsgeduld. Er ist ein Mustermodell für die Langsamkeit im Sprechen, die man den Bernern nachsagt. Dazu einen guten Schuss Humor. Die Mischung macht das Arbeiten gleich viel angenehmer. Humor, Herzlichkeit und Freundlichkeit sind auch ein Zug der anderen Verlagsmitarbeiter.


Im meinem Lehr-Büro haben wir eine sehr arbeitsintensive Zeit hinter uns und privat bin ich auf Stellensuche und mache mir viele Gedanken über die Zukunft. Daneben (eigentlich sollte es "hauptsächlich" heissen...) lerne ich für die Lehrabschlussprüfungen im Juni. Ich merke wie mir der Schnauf ausgeht und die letzten Monate heisst es nur noch: durchbeissen.


Das wird auch der Grund sein, warum ihr zeitweise wohl nicht mehr soviel von mir hören werdet. Nächste Woche bin ich bei lieben Freunden auf dem Land, wo ich mich auf die Prüfungen vorbereiten werde (und den Frühling geniessen werde). Der Stoff setzt sich im Grossen und Ganzen aus Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Rechnungswesen, Staatskunde, Englisch, Französisch und Deutsch zusammen. Informatik und Korrespondenz habe ich letztes Jahr schon abgeschlossen. English will be no problem. Mais français est une langue je n'aime pas trop... und die Kommaregeln im Deutsch sind mir heute noch ein Rätsel.


Der Traubensaft aus der Zürcher Staatskellerei (Geschenk vom Verlag) ist jedenfalls schon kaltgestellt für den Tag der letzten Prüfung. Ich habe mich selten so auf einen Tag gefreut wie auf den 18. Juni!!!


Machts gut und bis bald wieder.

Blessings!


Freitag, 4. April 2008

About young ladies

Ich möchte heute einen Post von Sheri sprechen lassen. Sie ist eine gottesfürchtige, junge Mutter, von der ich schon viele gute Gedankenanstösse mitgenommen habe.
Sie war Miss Iowa und spricht heute an vielen Konferenzen und Versammlungen zu jungen Mädchen, wie sie nicht eine äusserliche, sondern die wahre innere Schönheit erlangen können.

I recently spoke with a woman who I know to be a wonderful mother and a very godly woman. I respect her and appreciate her in many ways. However, during our conversation we completely disagreed about the promoting of pop-culture in our homes; even seemingly innocent Christian artists and movie-stars in pop-culture... there are several young people currently in the Hollywood limelight who profess to be Christians and whom I'm certainly not judging in any way. Their choices are between them, the Lord, and right now their parents.
However, the more I minister to young ladies, the more I see this cross over to the Disney tween/teen, Hollywood and/or pop-culture not only impure, but very, very dangerous! No, it is far from innocent. In fact, just two weeks ago I spoke at a purity event for 7th-12th grade girls in North Kansas City and was once again shocked to find that the majority of the Christian girls talked like, dressed like, and acted like the majority of girls immersed in pop-culture. It broke my heart once again to hear their stories, watch their tears, and see their pain.
It troubles me deeply because I have many mothers ask me what they should do to encourage their daughters in purity. I don't understand why we can't see that a simple starting point would be to stop promoting this pop-culture attitude in our homes, through our televisions, through the music we allow on our daughter's IPods, and by clothing we pay for them to purchase. I'm certainly no expert in this area since my girls are only 4 and 2, but I know for sure who I don't want them to become like!
Looking back, my parents NEVER encouraged me to have role models who were "secular pop-stars." They didn’t ban everything secular from our home, but they highly encouraged my brother and me to choose godly role-models, lyrics, etc. Even attending a Christian school, I saw a stark contrast between the teens who were “trying to fit into the pop-culture mode” and those who were more concerned with following Jesus. It was obvious by the music they listened to, the clothes they wore, and the ways in which they spent their time.I guess the question is, "Who do we want our daughter's to become like?" Do we want them to be the typical teenager in American pop-culture, focused on herself, her body, boys, etc. or do we want to mold her into a young woman eager to serve, eager to honor her parents, eager to share with the lost, eager to make a difference in this dark world, eager to open God's Word each day, and eager to live a life worthy of the calling she has received...

Mittwoch, 2. April 2008

Ver(w)irrungen

Gestern abend beschloss ich auf dem Heimweg, dass ich unbedingt joggen gehen müsse. "Willst du im Bahnhof über die Züge springen?" war die Bemerkung meiner Mutter per SMS und ich überlegte, dass sie nicht so unrecht hatte. Wo, um alles in der Welt, sollte ich in diesem Meer von Teerstrassen, Häuser, Autos und Strassenbahnen eine erholsame Strecke zum Joggen finden? Ich hätte ja auch so meine Ansprüche... Ich zog mich um, steckte das Generalabonnoment und das Handy in meine Tasche und setzte mich einfach in den nächsten Regionalzug, der aufs Land fuhr. In Liebefeld beschloss ich, dass es nun Zeit wäre auszusteigen (jaja lacht nur, Liebefeld ist sehr städtisch) und folgte einfach meiner Nase Richtung Wald. Es ging stotzig den Berg hoch durch eine idyllische Siedlung. Die Stadt immer mehr hinter mir lassend, hoffte ich einen "Eingang" in den Wald zu finden. Der war nämlich eingerahmt von Häusern. Als ich die Hoffnung schon aufgeben wollte entdeckte ich ein kleines Tor in einer Hecke und plötzlich war ich in einer anderen Welt. Die Vögel zwitscherten, der Waldgeruch hüllte mich ein und ich fing an zu rennen. Warum bin ich nicht schon früher auf die Idee gekommen?? Wie es kommen musste, wusste ich bald nicht mehr wo ich war und nahm den nächsten Weg abwärts, landete auf einer Strasse und wusste überhaupt nicht mehr wo ich mich befand... (Ich joggte auf einem kleinen Berg und auf allen Seiten ist ein anderes Gebiet). Zu meiner Erleichterung war ich wieder in Liebefeld gelandet, nahm den nächsten Bus und war schon bald zu Hause. Doch erst vertiefte ich mich in ein langes Gespräch mit einer Dame, die auf der Strasse Zettel für Revival Christian Fellowship verteilte. Eine Stunde lang sprach ich mit ihr (oder besser sie mit mir?). Wir trennten uns mit ihrer Überzeugung, dass ich nicht gerettet sei, weil ich nicht in Zungen rede und mit meiner Überzeugung, dass ich froh bin, dass Gott ein grosses, gnädiges Herz hat und die Bibel noch aus viel mehr Komponenten, als nur dem Zungenreden besteht und Jesus nicht auf Gebrabbel (so hat die Dame es selbst ausgedrückt)angewiesen ist, um mich zu verstehen.

Blessings!

Dienstag, 1. April 2008

Acht Kühe wert!

Eine Geschichte von Rita Hug, aus ‚rede midenand’, 4/2007.

Ein afrikanischer Vater hatte eine Tochter, keine Schönheit.
Schlaksig, dürr und schief stand sie da, mit herunterhängenden Schultern. Ihr Gang glich nicht dem einer Antilope. Ihre Augen fehlte das Funkeln, und sie liess den Kopf hängen.
„Was bin ich für ein geplagter Vater!
Diese Tochter nimmt mir niemand ab. Die bringt als Brautpreis höchstens eine Kuh. Andere, die können für ihre Töchter drei oder vier Kühe verlangen. Ich muss Glück haben, wenn ich sie los kriege“, dachte der Vater bei sich. Doch allen Unkenrufen zum Trotz interessierte sich ein junger Mann ausgerechnet für diese - seine Tochter.
Der junge Mann erschien, um ihre Hand anzuhalten und den Brautpreis auszuhandeln. Die ganze Familie war versammelt. Der Vater nahm sich im Stillen vor, zuerst einmal drei Kühe zu verlangen. „Runtergehen kann ich dann immer noch…“
Wie überrascht aber war er, als der junge Mann erklärte: „Ich biete dir für deine Tochter acht Kühe.“ Schnell setzte der Vater den Vertrag auf – und der junge Mann zahlte. Die Hochzeit wurde gefeiert, und die junge Frau zog mit ihrem Mann in dessen Dorf. Wenige Monate später bekam das junge Paar in dem entfernten Dorf Besuch. „Sag mal“, fragten die Besucher den Ehemann, „warum hast du dich von deinem Schwiegervater so übers Ohr hauen lassen. Du bist doch sonst nicht so dumm.“
Da ging die Türe auf, und eine bezaubernde, junge Frau erschien.
Sie legte eine Tischdecke auf, brachte Getränke und verschwand wieder. Die Besucher sahen ihr mit grossen Augen nach. „Ja, das ist meine Sarita“, sagte der Ehemann, „8 Kühe wert.“ – „Aber sie ist ja so anders, so schön, gar nicht so….“ Ja, vielleicht wäre sie noch so wie vorher, wenn sie wüsste, dass sie mir nur eine Kuh wert ist. Sie hätte ja ewig den Spott und das Gelächter der anderen Frauen hören müssen. Aber seit sie weiss, was sie mir wert ist, hat sie sich verändert. Sie ist schön, seht selber, schöner als alle!
Denn ich habe für sie einen Liebhaberpreis bezahlt.