Mittwoch, 20. Juni 2007

Velopech - Veloglück


Sobald man sich nicht mehr nur auf seine eigenen Füsse verlässt, sondern einen Drahtesel als Fortbewegungsmittel wählt - noch dazu einen alten - sind Probleme vorprogrammiert. Die 2 km zwischen Bahnhof und Büro habe ich nun schon auf 4 verschiedene Arten bewältigt: Als erstes mit einem alten weissen Damenfahrrad, dem ich die Pneus ausgewechselt habe, einem alten blauen, schepprigen Damenfahrrad, dem meine ehemalige Arbeitskollegin die Pneus ausgewechselt hat, zu Fuss und mit einem alten, schwarzen Herrenvelo. Dem Weissen wurde am Bahnhof das Hinterrad verbogen - nicht mehr brauchbar. Kurz danach ging dem Blauen die Luft aus und einige Umstände verhinderten das Wiederaufpumpen. Zu Fuss kam ich dann jedenfalls immer heil an, jedoch mit zu grossem Zeitverlust.
Gestern hat ein Mitarbeiter das alte Herrenvelo aufgepumpt und ich bin total begeistert! Ein richtiger Mercedes! Ich war gestern Abend schneller am Bahnhof, als je zuvor. Der steile Berg, den man dabei zu "erklimmen" hat, war für dieses Velo ein Klacks.

Ja, manchmal stecken in alten, schwarzen Herrenvelos ungeahnte Möglichkeiten. Vorurteile erwiesen sich als falsch. Beruhigend...
Ein Glück, dass mein Vater im Himmel stets für mich sorgt und mein Vertrauen auf ihn nicht missbraucht. Meine Velogeschichte hats mir erneut bewiesen. Obwohl ich ahne, dass sie bis ans Ende meiner Ausbildung noch einige Male eine Wendung nehmen wird :-). Kein Problem, im Notfall hab ich ja immer noch meine Füsse.

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