Ich habe mir gestern überlegt, welche Tageszeit ich eigentlich am liebsten mag. Ich glaube, ich mag den frühen Morgen (den während der Woche zwangsläufig erlebe und am Wochenende meist verpasse) und den Abend, wenn ich alles erledigt habe, im Bett liege und Zeit habe fürs Lesen und Schreiben.
So hart es ist am Morgen in aller Frühe aus dem Bett und Haus zu müssen (vorallem wenn es abends spät wurde), ich geniesse die Ruhe und Unverdorbenheit des Tages. Der Weg von der Haustüre bis zum grossen schmiedeisernen Tor richtung Bahnhof, führt durch einen schönen Innenhof. Die frische Nachtluft, die Bäume und die Stille (ja in der Stadt ist es am Morgen still), ist ein besonders schöner Moment des Tages. Er dauert zwar nur ca. eine halbe Minute, denn sobald ich das Tor hinter mir geschlossen habe beginnt das geschäftige Leben, aber ich kann diese halbe Minute richtig gut leiden.
Am Abend, wenn alles erledigt ist und ich unter die Decke schlüpfen darf fängt meine zweite "Genusszeit" an. Ich liege ins Bett, nehme ein Buch, lese oder ich lasse mit Stift und Tagebuch meinen Tag revue passieren. Herrlich gemütlich! (Ab und zu wird es deswegen später als erwünscht, aber ich möchte keine Minute davon missen).
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