Mittwoch, 14. Mai 2008

Melancholische Sachlichkeit oder das Heu im Regen

Ich befinde mich in der recht schönen Situation, dass ich einen Bericht über die Projekte des vergangenen Jahres schreiben darf. Ein Jahresbericht. Sachlich, lebendig, professionell. Doch wie macht man das bloss, wenn einem nur schulzige Sätze in den Sinn kommen?? Zu dem klingen sie alle zusammenhangslos und wiederholen sich ständig. Eigentlich könnte ich doch dem Bauern, der vor meinem Fenster in eiligem Tempo versucht sein Heu vor dem Gewitterregen zu retten, meine Hilfe anbieten... da würde ich bestimmt mehr taugen. Heu macht sich nichts aus Sachlichkeit und Melancholie. Heu liegt einfach da. In meinem Kopf aber hüpfen die Wörter Trampolin, leider die falschen und leider nicht genug. (Es hat übrigens angefangen zu regnen - der Bauer hat den Rückzug angetreten). Solche unangenehmen Situationen sind auszuschliessen wenn ich unter Zeitdruck bin. Dann schreibt sich der Text fast von alleine. Heute nicht. Heute finde ich meine schriftlichen Produkte einfach nur bescheuert. Es gibt nur ein Rezept: Das Ganze weglegen und später wieder weiterarbeiten. Wenn es sein muss...

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