Sonntag, 9. November 2008

Die Musik der Stille

Vor kurzem machte eine Freundin eine Bemerkung, die mich zum Nachdenken brachte: Sie habe bemerkt, dass sie ständig Musik oder sonst was höre, wenn sie zu Hause oder im Auto sei. Sie müsse lernen, besser ohne diese Dinge auszukommen und die Stille auszuhalten.

Ihre Aussage wies genau auf meine Situation hin. Ich erinnerte mich gleichzeitig daran, dass ich früher oftmals 1.5 Std. Auto gefahren bin, ohne Musik oder Radio und dass ich dies sehr genossen habe. Seit ich in meine neue Wohnung eingezogen bin, hatte ich bis anhin noch nicht viele Momente in denen ich keine Geräusche für mein Ohr produzierte, die aus einer Box kamen (ausser natürlich beim Schlafen…). Letzten Freitag machte ich dann die Probe aufs Exempel und schaltete im Auto die Musik ab. Oh wie schön, den Gedanken Platz zu lassen, nachzudenken, die Schönheiten ausserhalb des Autos wahrzunehmen. Besonders beim Autofahren, lassen sich viele Dinge gut durchdenken.

Ich plädiere nicht für die permanente Stille – das verträgt ein Mensch auf Dauer nicht (alle Singles wissen was ich meine), aber ab und zu die Berieselung der Töne ausschalten und der eigenen Musik der Gedanken Platz machen. Es ist ein Versuch wert.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hey Doris,

du hast Recht, einen Versuch ist es auf jeden Fall wert!!

übrigens, toller Blog: Sehr schön und mit viel Liebe gestaltet! ;-)

liebi Grüessli
Cécile