Ich melde mich nach den Festtagen zurück im Alltag, der Routine, dem Gewohnten und Wohlvertrauten. Obschon manche bei dem Gedanken an den Alltag am liebsten in ein Flugzeug richtung Karibik steigen würden - ich bin glücklich wieder meinen Alltagsarbeiten nachzugehen. Sei es im Büro oder zu Hause. Doch bitte versteht mich nicht falsch! Die freie Zeit will ich auf keinen Fall missen, nein ich MUSS sie haben. Erst wenn man aussteigt erfährt man, dass es am Normalen auch Vermissenswertes gibt. Und ausruhen muss jeder.
Die Weihnachtstage verbrachte ich bei meinen Eltern. Home, sweet home - und das ist, wo meine Eltern und meine Schwester sind. Im letzten Eintrag schwärmte ich vom echten, fein duftenden Weihnachtsbaum. Echt war er, nur gestunken hat er. Anscheinend hat ihn eine Katze vor dem Kauf als Klo betrachtet. Dramatisch war es nicht und so hatten wir trotzdem unsere helle Freude an dem golden dekorierten Bäumchen. Meine Eltern teilten mir vor Heilig Abend zusätzlich noch mit, dass am Abend der Welpe unserer Nachbarin zu uns kommt, weil sie in die Nachtwache muss. Bei allem Respekt für Nachtwache an Heilig Abend - ich fands toll!!! Die kleine schwarze Romy ist ein richtig ungezogener kleiner Racker mit grossen! Tatzen... ein Vorzeichen, dass aus klein Romy eine ganz grosse Romy wird. Hoffentlich erzieht unserer liebe Nachbarin das aufgedrehte Bündel noch ein wenig... sonst müssen wir nächstes Jahr den Tannenbaum an der Decke aufhängen. Sie half uns bereits wacker beim Auspacken der Geschenke und am Karton meines neuen Raclettofens sind nun für immer kleine Hundzähnespuren zu sehen.
Sie verbrachte die Nacht vor meinem Bett auf einer Decke. Um 7.00 Uhr holte sie die Nachbarin wieder ab und ich vermisste den Hund sofort. Leider blieb mir nur der warme Boden vor meinem Bett als letzter Gruss von ihr.
Am 26.12. begann das Neujahrslager im Berner Oberland. 4 Tage beim herrlichstem Winterwetter und Schnee auf dem Snowboard und der Rest in Gemeinschaft mit Freunden. Ich glaube, da braucht es keine weiteren Ausführungen.
Nun bereite ich mich mental darauf vor, dass in 4 Wochen das vorläufige Ende meiner täglich-vor-dem-Computer-sitzen-Karriere bevorsteht. Ein lachendes und ein weinendes Auge ist die momentane Gefühlslage. Doch Gott hat bis jetzt alles gut gemacht. Ich vertraue ihm, dass er auch den weiteren Weg kennt. Er weiss, warum ich gerade jetzt in der Praxis gebraucht werde und Gebraucht-sein ist das schönste was es gibt.
Be blessed!
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