Dienstag, 10. Februar 2009

Zwischen Apfelschnitzli und Buchungssatz


Die Tage fliegen dahin... Heute war ich beim Treuhänder und er hat mich in das Buchhaltungsprogramm "Abacus" eingeführt. Nun werde ich dieses in der Praxis installieren und von jetzt an selber die Buchungen "eintöggele". Für irgendwas hat man ja das KV:). Mein nächstes Projekt ist die Vereinheitlichung der Drucksachen für unsere Praxis und die Vereinfachung des Schulzahnpflegesystems. Excel - I love you. Doch das Leben besteht nicht nur aus Beruf.

Am Sonntag habe ich meinen lieben Freunden im Ort einen Apfelkuchen gebacken, da sie grade aus dem Urlaub zurückgekommen sind. Wer will denn gleich nach dem Urlaub wieder an den Herd stehen. Am Nachmittag habe ich meine Cousine seit langem wieder einmal besucht. Sie hat seit dem 1.1. gemeinsam mit ihrem Mann den Hof der Eltern übernommen und ist nun waschechte Emmentaler Bauersfrau. Sie hat 2 kleine Mädchen und geht in ihrer Arbeit als Landfrau auf. Wir haben Raclett gegessen, haben Fotos geschaut, waren spazieren, haben den Hof begutachtet und Äpfel gerüstet für die bekannten getrockneten "Öpfuschnitzli". Und natürlich haben wir geplaudert, geplaudert, geplaudert. Das Leben auf einem Bauernhof gehört seit jeher zu etwas äusserst Faszinierendem für mich. Zuhause arbeiten, die Kombination zwischen draussen und drinnen, die körperliche Anstrengung und das Leben leben wie es das Leben fordert. Wenn ich meine kleine Coucousine betrachte, wie sie eifrig mithilfe, die Kühe zu füttern und Äpfelschnitzli zu machen, gibt es fast nichts schöneres was ich mir für ein Kind vorstellen könnte. Mit Vater und Mutter den Tag durchleben und Teil des Ganzen zu sein.

Gerade heute Abend wurde auf DRS1 eine Diskussionsrunde gesendet über "Rabenmutter oder Supermami". Frauen die 100% arbeiten und daneben 2 oder 3 Kinder haben und Frauen die vollezeitlich daheim sind und die Kinderjahre ihrer Kleinen gestalten und geniessen. Personen aus jeder Situation kamen zu Wort. Auffallend war, dass die Mütter, die arbeiten gehen, trotz allen Versuchen, das Recht der Frau "etwas für sich selber" tun zu können verteitigten, doch davon sprachen, dass "das Zuhause-bleiben" das Ideal wäre. Ihr könnt es auf drs.ch nachhören.

Ich muss euch mal von der Bekannten (die mittlerweile eine liebe Freundin geworden ist) hier im Ort erzählen und wie sie es handhabt. Aber das ein andermal.

Be blessed.

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