Dienstag, 17. März 2009

"...nicht mich, sondern Dich sollen sie sehen."


Das war schon seit meinem Arbeitsbeginn in der Praxis mein Gebet. Ich kenne meine Pappenheimer. Worte helfen bei dem Menschenschlag nicht viel. So bitte ich Gott jeden Morgen, dass doch meine Mitarbeiter nicht mich, sondern Ihn sehen können. Heute passierte etwas ganz Unerwaretetes und Wunderschönes: Meine Arbeitskollegin - mit ihr habe ich schon vor der KV-Lehre zusammengearbeitet- kam in der Mittagspause zu mir und stellte mir eine Frage: Sie habe mich mit Eliane über Alkohol reden gehört (Anmerkung: Ich kann mich an diese Konversation nicht im Geringsten erinnern...), sie habe sich überlegt, dass doch eigentlich Jesus bei der Hochzeit, als er Wasser zu Wein machte, auch Alkohol getrunken habe. Sie habe mit ihrem Freund darüber geredet aber er meinte auch, es müsse wohl so gewesen sein. Innerlich war ich dankbar und freute mich, dass sie soviel Vertrauen zu mir hat - bei ihr war ich mir am wenigsten sicher. Ich erklärte ihr dann, dass der Urtext 2 verschiedene Arten "Wein" kennt, der gegorene und der ungegorene. Sie freute sich über die Erklärung und ein schönes Gespräch über Kirche, Glaube und Katholizismus entwickelte sich. Es war nicht allzu lang aber ich spürte, dass sie sich freute mit jemandem über Religion zu sprechen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es nicht das letzte Mal war. In unser Gespräch schaltete sich nach einer Weile auch eine andere Kollegin ein, die sich im Raum befand. Sie meinte, sie ginge nie in die Kirche ausser zu Hochzeiten etc. aber das müsse ja nicht heissen, dass sie nicht gläubig sei. Ich war erstaunt und freute mich über die Offenheit die sie mir entgegenbrachten. Unsere Praxis hatte in den letzten Jahren zwei Zeuginnen Jehovas im Team gehabt. Sie sind sensibilisiert gegenüber Religion aber auch gegenüber Systeme die einzuengen versuchen. Mein Ziel ist es, ihnen durch mein Leben und meine Beziehung zu Jesus zu vermitteln, dass Gott im Mittelpunkt zu haben der wahre Lebenssinn bedeutet und dass diese Liebe nirgendswo sonst zu finden ist und dies nicht einengend, sondern befreiend ist. Ist es nicht so, dass jeder Mensch die Ewigkeit im Herzen hat und ein Platz den nur Gott ausfüllen kann? Diese Sehnsucht durfte ich heute spüren. Gott war heute wieder so gut zu mir - wie an jedem neuen Tag!

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich wünsche dir weiterhin gute Gespräche und Gottes Segen, dass du ihnen das Leben mit Jesus vorleben kannst!

Lieben Gruss,
Esthi

Anonym hat gesagt…

Danke Doris für deinen Blog. Er hat mich wieder ein Stück ermutigt. Morgen werde ich das Gebet um einen Menschen wieder miteinbinden in das Gespräch mit unserem Gott.

God bless you